Titelseite
------------------------
Theorie
Praxis
Menschen
Kunst

Titelseite
--------------------------------------------------
Theorie | Praxis | Menschen | Kunst

Titelseite
-------------------------
Theorie | Praxis | Menschen | Kunst

Reshad Feild

Die innere Bedeutung des Christus

Aziz El Khiar: Die Geburt Jesu
Aziz El Khiar: Die Geburt Jesu

Aziz El Khiar: »Die Geburt Jesu«

Durch den Christus, durch das Verstehen dieses Christus, kann jede einzelne Person – jetzt – wiedergeboren werden. Aber die Wiederkunft Christi kann nur durch eine vorbereitete Welt kommen. Aus einem Vortrag vom 4. Dezember 1975 in Vancouver, Kanada

Wege zum Dialog:
Jesus in Bibel und Koran

Bilder von Aziz El Khiar zu Texten aus Koran und Bibel

Ein Ausstellungsbericht im Magazin Kirche + Leben [/]

Aziz El Khiar: Die Himmelfahrt Jesu

Aziz El Khiar: »Die Himmelfahrt Jesu«

Über den Künstler Aziz El Khiar

»Ich bin 1970 in Agadir (Marokko) als Muslim geboren und hatte dort eine sehr glückliche Kindheit und Jugend. 1996 heiratete ich eine deutsche evangelische Religionslehrerin. Jetzt lebe ich mit meiner Familie in der Nähe von Wuppertal als selbstständiger Schreiner. Kunst war immer ein Teil meines Lebens; schon mit fünf Jahren habe ich kleine Skulpturen gebastelt und in meiner Hosentasche mit mir herumgetragen. In Deutschland fing ich dann mit Malerei an, zunächst mit Pastellkreide und später auch mit Acryl- und Ölfarbe. Durch den eigenen Alltag in einer interreligiösen Ehe sind meine Werke Ausdruck meiner persönlichen Auseinandersetzung mit diesen beiden Weltreligionen.«

Aziz El Khiar

eute möchte ich über die innere Bedeutung des Christus sprechen. Der Christus ist der erlösende Geist Gottes. Christus kommt, um uns alle zu erlösen, um uns aus dem Schlamassel des Lebens herauszuholen, aus unseren eigenen Fehlern, aus unseren eigenen Sünden. Und hierbei macht es für uns keinerlei Unterschied, ob ich über das Christentum oder den Islam spreche, denn im Islam ist es dasselbe, es werden dieselben Worte benutzt. Doch für uns, die wir es mit dem inneren Pfad zu tun haben, ist es vielleicht unabdingbar, die Bedeutung des Christus wirklich zu begreifen, wenn wir verstehen wollen, was wir hier eigentlich tun, weshalb wir an Christus, an Christus in Gott, glauben können und weshalb zum Beispiel ein großer Mann wie John G. Bennett schließlich ein Katholik, also in Christus initiiert wurde.

Ich beabsichtige, demnächst vier Vorträge über dieses Thema zu halten. Heute Abend möchte ich diese Vortragsreihe einleiten, indem ich über den exoterischen Pfad spreche. Danach wollen wir uns dem mesoterischen und anschließend dem inneren Weg widmen, bevor wir in das Geschenk eintauchen, das uns schließlich – insh’Allāh – gegeben werden mag.

Um die Botschaft zu verstehen, die prophetische Botschaft unseres Christus, ist es wichtig, an Gott zu glauben, da wir ansonsten in den Polytheismus abgleiten könnten, wenn wir sagen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, und dabei nicht verstehen, dass es in Wirklichkeit nur die Einheit Gottes gibt – und dennoch stimmt auch das, was wir soeben gesagt haben. Christus ist hier. Jetzt. In diesem Raum. Christus ist hier, in jeder und jedem von euch. Christus ist hier, um jeden Menschen hinein in die Wahrheit, in die vollständige Wahrheit, zu befreien. Zu dem Christus, der mir in meinem Leben als Erfahrung gewährt wurde, kann ich Ja sagen. Ja, ich weiß, dass es wahr ist. Ich weiß, dass dieser Geist Gottes, der Göttliche Erlösergeist, uns befreien kann.

Ich kann euch auch versichern, dass es möglich ist, ein Mensch zu sein, hier in dieser Welt zu sein, mit Kindern, die geboren werden, und mit Familien, und zur Arbeit zu gehen und all diese Dinge. Doch der befreiende Geist Gottes durch Christus ist etwas, womit wir uns beschäftigen sollten. Was will ich damit sagen? Was bedeutet es, dass ein befreiender Geist in diesem Raum am Wirken ist, in jedem einzelnen Menschen hier? Was bedeutet es? Welche Bedeutung könnte dies für euch haben, wenn ihr zum Beispiel diesen Raum wieder verlasst? Wenn ihr aus diesem Raum hinausgeht? Ihr tretet hinaus und findet euch auf der Straße in einer Menschenmenge wieder. Was könnte es bedeuten? Lasst uns darüber nachdenken.

Was hat Christus mit Buddha zu tun? Oder was hat Christus mit der Shakti-Kraft zu tun oder mit Shiva oder mit dem Zoroastrismus oder mit dem Mazdaznan? Was hat er mit Moses oder mit dessen Vorgänger Abraham zu tun? Was mit Mohammed? Im Islam spricht man vom Zweiten Kommen Christi, nicht vom Zweiten Kommen irgendeines anderen. Man spricht dort auch von der jungfräulichen Geburt. Im Islam versteht man diese Dinge wirklich. Es ist möglich, mit diesen Menschen zusammenzusitzen und sich bei ihnen so sehr eins mit Gott zu fühlen, weil nichts von ihnen da ist. Wenn wir wirklich zusammensitzen können und nichts von uns da ist, gibt es nur Ihn. Dann können wir eins sein mit Gott und beginnen, Seinen Göttlichen Willen zu erfüllen, Seine Absicht. Der Christus ist also etwas sehr Besonderes.

Christus ist wie ein Auslöser, ein Wirkstoff, der in diesen Schmelztiegel hineingekommen ist, um jedes einzelne Wesen in diesem Raum zu befreien. Durch den Christus, durch das Verstehen dieses Christus, kann jede einzelne Person – jetzt – wiedergeboren werden. Nicht zu irgendeiner anderen Zeit, sondern jetzt. Es ist der Erlösergeist Gottes. Doch wir dürfen nicht einfach an Christus hängenbleiben; verfangt euch nicht im Christus, bleibt nicht an der Form hängen, lasst euch nicht vom einem Konzept gefangen nehmen. Denn in diesem ganzen Göttlichen Wunder und Teil von ihm ist jener erlösende Geist. Er ist das, was uns aus dem scheinbaren Leben durch den scheinbaren Tod hindurch in die Erkenntnis des Lebens hineinführt, zum Wissen der Wiedergeburt.

In meinen vier Vorträgen werde ich gelegentlich aus einem Text vorlesen [»Christus« von Richard Hornsby in Zusammenarbeit mit Bülent Rauf], der von einem jungen Mann in England stammt und der, wie ich meine, gut geschrieben ist. Wenn ich das alles in meinen eigenen Worten sagen könnte, würde ich nicht aus diesem Papier vorlesen. Ich finde es sehr schwierig auszudrücken, was Liebe bedeutet. Vielleicht weiß ich es noch nicht einmal, vielleicht lerne ich einfach nur Tag für Tag, wie ich anfangen kann zu lernen, die Liebe zu leben. Vielleicht kann ich euch nicht erklären, was sie bedeutet, weil sie absolut ist. Sie hat nichts zu tun mit Anziehung, Magnetismus, Form, Glaube oder gar Religion. Sie kommt, indem man die Einheit Gottes anerkennt. Und ich glaube, dass dies nur durch den Tod möglich ist. Stirb, bevor du stirbst! Und ich bin davon überzeugt, dass jede und jeder hier sterben kann. Ich denke nicht, dass ich es auf irgendeine andere Weise zu erklären vermag. Also lese ich nun ein paar Zeilen vor, und bitte hört aufmerksam zu und schaut – denn ich spreche hier von etwas, das jenseits von Form liegt.

Christus ist der »Pol der Liebe«, denn er ist tatsächlich die Achse oder das Zentrum der Göttlichen Liebe. Der Mensch muss sich der Liebe durch eine universelle Assimilation von Wissen annähern…

Darum studieren wir hier. Wissen, Wissen, Wissen, Wissen – studieren.

 … denn das Wissen ist im Hinblick auf irgendeinen Aufstieg zur vollständigen Identifikation mit der Liebe Gottes im Grunde vorrangig. Dieses Wissen wurde vorbereitet und gegeben, doch kann es nur durch ein umfassendes Absorbieren vervollständigt werden.

Denkt darüber nach: »durch ein umfassendes Absorbieren vervollständigt«. Wir haben es also mit der ganzen Welt zu tun, mit der gesamten Welt. Es geht darum zu verstehen, dass Gott Liebe ist, dass es ausschließlich Ihn gibt. Das liegt jenseits von Religion, müsst ihr wissen. Christus ist der erlösende Geist, der uns dorthin führen kann, über die Religion hinweg, über die Form hinaus.

[…] Damit Christus wiederkommen kann, muss sich der Mensch spirituell auf eine universelle Stufe weiterentwickeln, und durch Wissen wird hierfür eine »Plattform« errichtet. […] Jeder Mensch…

Bitte hört genau zu.

 … jeder Mensch, der die Station eines Gnostikers erreicht, ist für sich selbst schon vor seinem physischen Tod gestorben…

Und wir hier möchten, dass ihr sterbt, lange bevor ihr physisch sterbt. Jetzt! Heute Abend, morgen, übermorgen.

 … und daher auf eine Art von den Gesetzen der Zeit befreit, sogar dann, wenn er aus diesem Dasein hinweggenommen wird. Dies kann auch die Form einer scheinbaren Existenz innerhalb des Lebens, wie wir es kennen, annehmen. Es ist im Licht dieser Universalität zu verstehen, dass selbst der Tod die essenzielle Präsenz eines Heiligen nicht aus dieser Welt entfernen kann; und die Gegenwart Christi besteht durch alle Zeit hindurch im Äußeren und im Inneren im Sinne ihrer relativen Existenz. Die Heiligen sind jene, die die Einheit erreicht haben.

Und Jesus Christus sagte in den Johannesapokryphen, hört euch das an:

»Denn was du bist, siehst du, das habe ich dir gezeigt. Was aber ich bin, das weiß allein ich, sonst keiner. Das Meine also lass mich haben, das Deine aber sieh durch mich; mich aber wirklich zu sehen, ist, so sagte ich, nicht möglich, vielmehr [nur] das zu erkennen, was du zu erkennen vermagst…«

Was du zu erkennen vermagst!

 »… weil du [damit] verwandt bist.

Du hörst, dass ich gelitten habe – und doch habe ich nicht gelitten –, dass ich nicht gelitten habe – und doch habe ich gelitten, dass ich gestochen worden sei – und doch bin ich nicht geschlagen worden –, dass ich aufgehängt worden sei – und doch bin ich nicht aufgehängt worden –, dass Blut aus mir geflossen sei – und doch ist es nicht geflossen –, kurz, dass ich das, was jene von mir sagen, nicht zu erdulden gehabt habe, jenes aber, was sie nicht gesagt haben, gelitten habe. Was es aber ist, sage ich dir in Rätselworten, denn ich weiß, dass du es verstehen wirst…«

Ich weiß, dass du es verstehen wirst!

»… Erkenne mich daher als die Gefangennahme [oder: die Misshandlung] des Logos [oder: Wortes], das Durchbohren des Logos, das Blut des Logos, die Verwundung des Logos, das Aufhängen des Logos, das Leiden des Logos, das Anheften [oder: Annageln] des Logos, den Tod des Logos. ((Deutsche Übersetzung aus: Wilhelm Schneemelcher, Edgar Hennecke: Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung, Mohr 1959, Band 1, Seite 170.))

Historisch betrachtet stehen wir heute am Beginn des Übergangs in einen neuen Zyklus, doch dieser wird nicht geschehen ohne zahlreiche Veränderungen und Unruhen, die in naher Zukunft auftreten werden. Der Mensch muss zur Entschlossenheit finden, seine Bestimmung zu erfüllen.

Wenn der Christus erneut kommt, kann er nur durch eine vorbereitete Welt kommen. Und mit Hilfe eines Hauses wie diesem. Wir bemühen uns darum, wir haben gerade erst begonnen; und wir warten die ganze Zeit auf etwas, das wir das »Wiedererscheinen des Christus« nennen. Man weiß nie, wann der Menschensohn kommen wird, nicht wahr? In der Zeit, in der wir darauf warten, müssen wir uns vorbereiten. Das Haus muss sauber sein, der ganze Ort, alles muss wach sein. Er wird kommen. Ich glaube daran. Und wenn er kommt, wird er Gestalt annehmen, da wir noch nicht jenseits von Form gelangen können. Das ist der einzige Grund, warum er eine Gestalt annehmen wird. Dann können wir all dies hinter uns lassen und lernen, uns gegenseitig zu lieben, lieben zu lernen. Dann können wir lernen, jeden Aspekt unseres Lebens Gott zu schenken, Gottes Willen zu leben. Ich denke nicht, dass es irgendeine Form braucht. Doch ich hoffe, dass wir hier in diesem Haus dabei sind, uns für das Wiedererscheinen des Christus vorzubereiten. Wie könnte es auch anders sein? Es gibt nichts anderes. Wir können uns selbst für das Hereinkommen des Göttlichen Geistes vorbereiten. Darum geht es. Es ist eine andere Welt, in die wir hineinkommen.

Auch jeder Muslim glaubt an das Wiedererscheinen des Christus. Diese Tatsache schockiert uns, die christliche Welt, doch so ist es wirklich: Alle Muslime glauben daran. Und der Christus ist für sie der Reisende, der kommt, um die Welt wiederzuvereinigen. Er ist dieser erlösende Geist, der jetzt hier sein kann – weil er schon immer hier ist.

Ich sage das. Ich behaupte nicht, dass ich ein Beispiel für das bin, was ich sage. Aber ich weiß, was ich sage. Wenn ich ein Beispiel für das wäre, was ich hier vortrage, wäre es für euch niemals möglich, mich zu verstehen. Ihr hättet keine Chance. Denn wie solltet ihr euch ohne einen Spiegel erkennen können? Und was ihr im Spiegel seht, ist in Wirklichkeit nur eine Illusion. Doch dass Christus wieder kommt, ist eine Tatsache, um die ich weiß. Ihr fragt euch, warum ich es weiß? Weil es nicht mehr vor uns liegt, sondern weil es in einer [höheren] Dimension bereits stattgefunden hat und sich nur noch nicht bis zu unserer Welt hinuntergefiltert hat. Es geschah an genau dem Tag, an dem Jesus Christus gekreuzigt wurde. Es geschah bereits dort. Bang! Das Wiedererscheinen sollte geschehen, es geschah und es geschieht. Das weiß ich.

Es ist keine Frage des Vorausschauens. Es geht nicht darum, auf morgen zu hoffen oder auf nächstes Jahr. Der erlösende Geist Gottes wird kommen. Warum? Wegen dem einen großen Plan, wonach jeder Mensch zur Quelle allen Lebens zurückgebracht wird und innerhalb des Menschen all die zehntausend Wesen zur Quelle allen Lebens zurückgebracht werden. Das war das Versprechen Gottes zum Anbeginn aller Zeit.

Und so könnt ihr an einen Punkt kommen, an dem es zum Beispiel keine Angst mehr vor dem Tod gibt. Und wenn ihr keine Angst vor dem Tod habt, habt ihr überhaupt keine Angst mehr. Gar keine, einfach weil alle Angst auf dieser einen basiert. Ihr könnt da sitzen, so wie ich hier, und ich könnte plötzlich in diesem Augenblick tot umfallen – und bei Gott, ich habe keine Angst davor. Und ich habe nicht das Gefühl, etwas zu verlieren. Ihr mögt antworten: Aber was ist mit deiner Frau und deinem Kind, das sie gerade erwartet? Es bedeutet nicht, dass ich diese Tatsachen missachte, es ist einfach die Freiheit in der Explosion des Wissens um Gott, weil ich weiß, dass auch meine Frau und mein Sohn oder meine Tochter in diesen Zustand gelangen werden – solange sie in diesem Zustand vollkommener Einheit bleiben können. Und in diesem Wissen sehne ich mich danach, vollkommen verantwortlich zu sein hier, in dieser Welt.

Denkt darüber nach, was dies alles für euch bedeutet. Ich selbst brauche nichts mehr. Erst vor Kurzem habe ich das entdeckt; es ist ein komisches, seltsam bekanntes Gefühl: Ich selbst brauche nichts mehr, und dennoch geschieht genau in dieser Zeit das Wunder: die Geburt eines Kindes. Es ist nicht mein Kind oder das meiner Frau. Wie Khalil Gibran sagte: »Die Kinder kommen auf den Flügeln des Himmels, der sie gesandt hat.« Dann könnt ihr frei sein. Dann könnt ihr die Geburt als das sehen, was sie ist: das In-die-Inkarnation-Kommen eines Wesens, ein Wesen im Sein.

Also lehrt uns Christus merkwürdigerweise, wie wir sterben sollen – einfach tot zu sein, damit wir leben mögen – und zeigt uns diese erlösende Kraft des Geistes und all das, was dies bedeuten mag.

Heute Abend sprach ich nur auf der ersten Ebene der exoterischen Stufe über das, was Christus bedeuten kann. Und doch hat es die ganze innere Ebene enthalten, wenn ihr es wirklich verstehen wollt. Diese vier Vorträge beziehen sich auf den Geist. Es gibt vier Ebenen des Geistes. Und in diesem ersten Vortrag, habe ich versucht, euch zu vermitteln, dass wir durch den Christus, durch Christus, über den Tod hinausgelangen können, jenseits der Begrifflichkeiten von Tod. Ich glaube, das ist die größte Freiheit von allen. Die ganz große Freiheit.

 

© Reshad Feild 2019
Deutsche Übersetzung © Chalice Verlag

Veranstaltungshinweis

Wege zum Dialog:
Jesus in Bibel und Koran

Ausstellung mit Bildern von Aziz El Khiar und Texten aus Koran und Bibel

Noch bis zum 20. Januar 2020
im
Xantener Dom [/]

Aziz El Khiar: Die Himmelfahrt Jesu

Aziz El Khiar: »Die Himmelfahrt Jesu«

Über den Künstler Aziz El Khiar

»Ich bin 1970 in Agadir (Marokko) als Muslim geboren und hatte dort eine sehr glückliche Kindheit und Jugend. 1996 heiratete ich eine deutsche evangelische Religionslehrerin. Jetzt lebe ich mit meiner Familie in der Nähe von Wuppertal als selbstständiger Schreiner. Kunst war immer ein Teil meines Lebens; schon mit fünf Jahren habe ich kleine Skulpturen gebastelt und in meiner Hosentasche mit mir herumgetragen. In Deutschland fing ich dann mit Malerei an, zunächst mit Pastellkreide und später auch mit Acryl- und Ölfarbe. Durch den eigenen Alltag in einer interreligiösen Ehe sind meine Werke Ausdruck meiner persönlichen Auseinandersetzung mit diesen beiden Weltreligionen.«

Aziz El Khiar