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Cynthia Bourgeault

Aktuelle Artikel aus ihrem Substack-Blog

Cynthia Bourgeault Substack

Auf dieser Seite veröffentlichen wir in lockerer Reihenfolge ausgewählte aktuelle Artikel aus dem Substack-Blog von Cynthia Bourgeault [/] in deutscher Übersetzung.

16. Februar 2026
Die Tortur, die sich zurzeit auf unserer nationalen wie auch auf globaler Bildfläche abspielt, ist eindeutig ein massives Korrektiv oder eine Reaktion auf eine Entwicklung, die irgendwo schwer vom Kurs abgekommen ist…

Der (noch) nicht eingeschlagene Weg

Die Frage lautet nicht, ob ich auf das gehässige Böse, das unser Land zunehmend überflutet, antworten soll: auf dieses Übel, das ein ehrenwertes, uns zur Bewahrung anvertrautes Regierungssystem systematisch zerstört, dieses Übel, das Herz und Geist gesunder, anständiger Bürgerinnen und Bürger in einem Ausbruch kollektiver Psychose vergiftet, dieses Übel, das unseren Planeten über einen Kipppunkt hinaustreibt, jenseits dessen sein Vermögen, die menschliche Spezies zu erhalten, zunehmend ungewiss wird.

Nein, ganz sicher wird von mir eine Antwort verlangt – schon allein aus dem Grund, dass ich als praktizierende Christin und Kontemplationslehrerin darin den Kern dessen sehe, wozu das Johannesevangelium, wie ich glaube, uns auffordert, wenn es verkündet: »Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn hingab« (Joh 3.16). Wie Jesus, sind auch wir in diese Welt »hineingegeben« und sollen sie bezeugen, sie lieben und für sie Sorge tragen und sie, so gut wir es vermögen, mit wachsamen Augen bewahren.

So gehe ich vorsichtig weiter als Kollegen und Kolleginnen von mir sowohl aus dem kontemplativen als auch aus dem Gurdjieff-Lager, die mir im Prinzip dieselbe Angst zurückspiegeln: nämlich, dass ich, indem ich Stellung beziehe, meine Unparteilichkeit aufs Spiel setze. Ich schwebe nicht länger über dem ganzen Aufruhr, sondern riskiere, von ihm eingesaugt und Teil des Problems statt Teil der Lösung zu werden.

Doch Jesus selbst bezog Stellung, als er die Geldwechsler aus dem Tempel warf und die Pharisäer verspottete, womit er tatsächlich sein politisches Schicksal besiegelte. Und Gurdjieff ging ein immenses Risiko ein, als er in den dunkelsten Tagen des Zweiten Weltkriegs im besetzten Paris beschloss, versteckt auszuharren und seinen Nachbarn Essen und Trost zu spenden und einer Schmerzen leidenden Welt eine imaginative Transfusion von Liebe zu verabreichen, getragen von der inneren Arbeit mit seinen fortgeschrittensten Schülerinnen und Schülern. Wenn Unparteilichkeit gegen Gewissen ausgespielt werden soll, gewinnt in meinen Büchern das Gewissen stets mit leichter Hand; als eine unmittelbare Spiegelung des Herzens weist es auf die höhere Entschlossenheit.

Also, nein: Es abzulehnen, mich zu engagieren, ist keine Option für mich. Die wirkliche Frage lautet: Wie soll ich mich engagieren? Auf welcher Ebene und in welchem Interpretationsrahmen können meine besondere Stellung und mein spirituelles Vermögen mit größtmöglicher Wirkung dienen? Und an genau dieser Frage scheint sich der Weisheitspfad zu gabeln und mir nicht bloß zwei, sondern drei gangbare Optionen anzubieten, die ich mit Ihnen in diesem und den nächsten Beiträgen durchdenken möchte.

Die Tortur, die sich zurzeit auf unserer nationalen wie auch auf globaler Bildfläche abspielt, ist eindeutig ein massives Korrektiv oder eine Reaktion auf eine Entwicklung, die irgendwo schwer vom Kurs abgekommen ist. Doch auf welcher Zeitachse spielt sich das Ganze ab und wozu dient es? Es ist dieses Wozu, das mich schachmatt setzt und mich grübeln lässt. Dabei kommen meine Gedanken relativ schnell auf drei Interpretationsbrillen oder -konzepte, von denen jedes seine eigene Analyse des gegenwärtigen Dilemmas und seine eigene optimale Antwort bietet. Ich nenne die drei »historische Zeit«, »Gebser’sche Zeit« und »Teilhard’sche Zeit«.

Die historische Zeit denkt in Jahrzehnten, bestenfalls Jahrhunderten. Die Gebser’sche Zeit denkt in den Begriffen von »Bewusstseinsstrukturen«, die in etwa den Kulturepochen entsprechen oder, in anderen Worten, Jahrtausenden. Die Teilhard’sche Zeit denkt in den Dimensionen von geologischer Zeit, also in Zehntausenden und sogar Millionen von Jahren. Diese drei Betrachtungsweisen oder Konzepte bieten sehr unterschiedliche Ansätze bezüglich der Frage, wann und wo die Kursabweichung ursprünglich auftrat und was eine entsprechende Kurskorrektur verlangt.

Sicherlich ist die historische Zeit jene Brille, durch welche die meisten von uns die heutige politische Situation betrachten. Für den Großteil der Gebildeten in der westlichen Welt, ist sie das einzig denkbare Konzept. Zurzeit blicken wir Amerikaner auf die Gründung unserer Demokratie zurück, deren 250. Geburtstag wir in weniger als sechs Monaten entweder feiern oder »feiern« werden. Wir erinnern uns, dass unser Land während des Hochwasserstands der europäischen Aufklärung im achtzehnten Jahrhundert gegründet wurde, und zwar auf den Prinzipien von individueller Freiheit, Gleichheit und Menschenrechten, womit es der menschlichen Entwicklungskurve erkennbar noch ziemlich weit voraus war. Zweieinhalb Jahrhunderte lang haben es unsere Vorfahren mit einem Mut und einem Gewissen, die den unseren offensichtlich überlegen waren, brillant zur Geltung gebracht und leidenschaftlich verteidigt. Historiker und Historikerinnen wie Heather Cox Richardson [/] suchen nach den Wurzeln der gegenwärtigen Unzufriedenheit in unserem herrlichen Weinberg und finden sie in Bezugsgrößen wie dem Populismus, der Bürgerrechtsbewegung, dem Säkularismus und der Wokeness. Sie beschreiben, wie diese Saat in einer Art »höherem« Einverständnis geschickt verwoben wurde mittels der Kette aus populistischem Gedankengut und dem Schuss aus oligarchischer Gier, in deren Verkörperung Donald Trump als Hohepriester des goldenen Kalbs erscheint.

Im Rahmen dieses Konzepts oder mit dieser Brille betrachtet, sehe ich genauso wie die meisten meiner liberal und progressiv eingestellten Kolleginnen und Kollegen, dass eine wertgeschätzte Regierungsform unter Dauerbeschuss steht vonseiten einer bösartigen Kollusion von Gier, Größenwahn und Verschlagenheit. Meine Aufgabe ist es, dies zu artikulieren und das Bedrohte zu verteidigen – also »den Mächtigen die Wahrheit zu sagen«, um die Worte meiner quäkerischen Vorfahren zu verwenden, die ein Engagement genauso wenig scheuten wie Jesus. Auch ich werde meine »Kanzel« dazu nutzen, unablässig zur Entscheidung aufzurufen und immer wieder an jene Lehren des Evangeliums zu erinnern über die Liebe und die Aufnahme des Fremden, die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit – auch wenn ich damit mein Wohlergehen und meine persönliche Sicherheit gefährden oder in Schwierigkeiten geraten sollte mit den Vorstellungen anderer Leute darüber, wie ein kontemplativer Mensch zu sein habe, ja sogar, wenn ich damit mein eigenes Leben riskiere. Das ist der Weg, den ich gewiesen sehe und so sehr bewundere in Menschen wie Papst Leo XIV., der Bischöfin von Washington, Mariann Budde [/], dem Bischof von New Hampshire, Robert Hirschfield [/], oder meinem eigenen Bischof hier in Maine, Thomas Brown: jenen, die die Kirche unbeirrbar und nachdrücklich daran erinnern, dass wahre Jüngerschaft etwas kostet. Und diesen Weg des Engagements würde auch ich selbst fraglos einschlagen, wären da nicht noch jene anderen beiden obengenannten Zeitvorstellungen, die mir durch den Kopf gehen, während meine Füße in ihre Galoschen schlüpfen…

Bleiben Sie dran! Mein nächster Artikel folgt demnächst.

Die amerikanische Originalversion dieses Artikels sowie Kommentare dazu finden Sie hier… [/]

28. Januar 2026
Unser Land wird von einer Person regiert, deren Verhaltensmuster mehr als deutlich übereinstimmen mit einer volatilen, gefährlichen, manisch überdrehten Geisteskrankheit und die staatlichen Institutionen traumatisch an sich bindet…

Nennen wir das Kind beim Namen

… und lassen wir das Bild des Verrückten hinter uns

Ich gestehe gerne, dass ich keine professionelle Psychologin bin, doch in meiner Rolle als spirituelle Lehrerin habe ich so einiges an psychischen Abnormitäten gesehen und musste des Öfteren schwierige Entscheidungen treffen, um meine persönliche Sicherheit oder das Wohlergehen der Gemeinschaft von Weisheitssuchenden, der ich diene, zu gewährleisten. Die bei Weitem kniffligsten Situationen waren meine gelegentlichen Begegnungen mit Persönlichkeitsstörungen des sogenannten »Cluster-B-Typs«,[1] vor allem den noch nicht diagnostizierten, welche deren Mehrzahl sind. Aufgrund einer besonders zerstörerischen derartigen Begegnung begann ich vor mehreren Jahren erstmals mich eingehender damit auseinanderzusetzen, wie jemand die Welt sieht, der – schleichend, hartnäckig und zwanghaft – durch eine solcherart zerbrochene Brille schaut.

Wie ich in der Folge herausfand, liegt ein Teil der versteckten Toxizität der Beziehungen von Menschen mit Cluster-B-Störungen in der andauernden kognitiven Dissonanz, die entsteht unter dem fortgesetzten Einfluss ihrer zutiefst verworrenen und verdrehten Logik: einem Kennzeichen dieses besonderen Gebiets der Psychopathologie. Übliche Wort-bedeutungen und die logische Kausalität werden von ihnen auf den Kopf gestellt, und man tappt wie in einem Spiegelkabinett umher, in welchem alle Versuche, mit ihnen zu reden, sie zu verstehen und ihnen nachzugeben, einem als armselige Schwäche ausgelegt werden und ihr angeschwollenes Ego nur noch mehr in Wallung bringen. Unterm Strich kann man einem unbehandelten Cluster-B-Fall nicht mit Vernunft, Empathie oder Verhandlung beikommen.

Wenn ich meinen schwierigen ersten Erfahrungen diesbezüglich etwas Hilfreiches abgewinnen konnte, dann sind es einige sehr harte Lektionen in Psychopathologie, denen die meisten von uns allzu ungläubig gegenüberstehen. Nun, da wir in unserem Land und in der Welt gerade ähnliche unheimliche erste Erfahrungen machen und die täglichen Nachrichten sich lesen wie ein Déjà-vu in Großbuchstaben, erkenne ich, dass diese Lektionen, so schmerzlich sie auch waren, mich gut darauf vorbereitet haben, der Bestie unerschrocken in die Augen zu schauen und sie beim Namen zu nennen.

Auch wenn Donald Trumps erratische Verlaufskurve moralisch unbegreiflich sein mag, so ist sie meiner Ansicht nach klinisch voraussagbar. Eine »narzisstische Persönlichkeits-störung« ist in diesem Fall keine literarische Metapher, sondern ein klinisches pathologisches Symptom mit antizipierbaren Verhaltensmustern, von denen unser Präsident alle beispielhaft verkörpert. Während sich die Cluster-B-Symptomatiken (narzisstische, Borderline-, anti-soziale und histrionische Persönlichkeitsstörungen) nur schwer zwischen Neurose und Psychose abgrenzen lassen, schlage ich im Sinne einer laienhaften Faustregel vor: Eine Neurose ist eine psychologisch dysfunktionale Antwort oder Reaktion auf eine tatsächliche Wirklichkeit; eine Psychose ist eine logisch angemessene Antwort oder Reaktion auf eine gestörte Wirklichkeit (das heißt auf ein Wahngebilde des Geistes oder der Gefühlswelt der gestörten Person). Diese Unterscheidung ist essenziell. Wenn Donald Trump behauptet, er habe persönlich mehr als acht Kriege verhindert, oder darauf besteht, er sei bei den Wahlen 2020 betrogen worden, dann lügt er nicht, denn so nimmt er die Situation tatsächlich wahr. Seine Reaktionen – Wut, Vergeltung, Rache und verbrannte Erde – mögen emotional primitiv sein, sie sind jedoch aus seinem Gefühl, beleidigt und betrogen worden zu sein, heraus dennoch logisch konsistent. Wenn wir aufhören vorzugeben, wir seien entsetzt und geschockt, und anfangen, die Welt aus seiner eigenen, der Trump’schen Logik zu betrachten, werden seine nächsten Züge auf tragische Weise vorhersehbar.

Das Zweite, was wir mit einkalkulieren müssen, wenn wir es mit narzisstischen Persönlichkeitsstörungen zu tun haben (und was der antike Narziss-Mythos leider nicht genug verdeutlicht), ist, dass die Störung nicht wirklich aus Prahlerei – einem übersteigerten Selbstwertgefühl – entsteht, sondern vielmehr aus einem bodenlosen Abgrund von Selbsthass und Schamgefühl. Die Leerstelle im Zentrum des Selbstgefühls kann niemals gefüllt werden und die groteske Zurschaustellung von persönlicher Macht und Dominanz ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch, die erodierende innere Burg zu stützen und von der Außenwelt etwas zu erpressen, das in Wahrheit nur aus dem Inneren heraus zu erlangen ist. Es ist ein zum Scheitern verurteiltes Verhaltensmuster, und wenn es beschwichtigt statt konfrontiert wird, tendiert es zu manischer Eskalation und erzeugt das, was die Sozialwissenschaften »positive Rückkopplung« oder »Mitkopplung« nennen – die nicht förderlich ist, sondern sich selbst verstärkt und schnell außer Kontrolle gerät.

Ich habe liberale Politiker und Kommentatoren mehr als satt, die händeringend lamentieren: »Wann werden wir diesen Verrückten wieder los?« »Verrückter« oder »Wahnsinniger« sind viel zu romantische und zu ungenaue Begriffe; sie beschwören all die Fälle herauf von Kapitän Ahab und Othello bis zu Machiavelli, den Gebrüdern Wright und Charles Linbergh, die gewagtere Träume hegten und an eine größere Wirklichkeit glaubten. Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen dem visionären Träumer als kalt berechnendem, aber »gesundem« Bösewicht und einem Geisteskranken mit einer unbehandelten Cluster-B-Persönlichkeitsstörung. Und heute hängt das Schicksal unserer Welt davon ab, dass wir diesen Unterschied kennen und bereit sind, entsprechend zu handeln.

Nein, unser Land wird nicht von einem »Verrückten« regiert. Es wird regiert von einer Person, deren Verhaltensmuster mehr als deutlich übereinstimmen mit einer volatilen, gefährlichen und nun manisch völlig überdrehten Geisteskrankheit. Und wenn dem so ist, dann verläuft seine wahrscheinliche zukünftige Entwicklung, so logisch erratisch und moralisch unverständlich sie auch sein mag, dennoch klinisch vorhersagbar: Das pathologische Symptom wird sich verstärken, während er verzweifelt nach mehr und mehr äußerlicher Anerkennung und Macht strebt auf seinem Weg zur innerlichen Implosion.

Unstrittig ist, dass wir es hierbei mit einer Situation zu tun haben, in der wir uns berechtigterweise auf den 25. Zusatzartikel unserer Verfassung berufen könnten – und es schon längst hätten tun sollen. Hätte der Mann einen Herz- oder einen Schlaganfall erlitten, hätte man ihn notfallmäßig ins Krankenhaus geflogen, wäre die Entscheidung leichtgefallen; eine körperliche Arbeitsunfähigkeit wäre klar und offensichtlich. Aber geistige Unfähigkeit ist noch immer eine vage Angelegenheit, ganz besonders wenn sie vermengt ist mit jener weiteren, gut dokumentierten Konsequenz eines längeren Einflusses von Cluster-B-Persönlichkeitstoxizität: traumatischer Bindung. In einer Verkehrung jeglicher anerkannten Logik fixiert sich das Opfer, anstatt um sein Leben zu rennen, traumatisch auf den Täter und kehrt zwanghaft zu ihm zurück in der vergeblichen Hoffnung, ihm jenes gemeinsame Verständnis oder Einvernehmen abzuringen, das eine Cluster-B-Person niemals leisten kann.

Mit einem Regierungskabinett, einer Republikanischen Partei und nun erbärmlicher Weise auch einem Obersten Gerichtshof, die traumatisch an ihren toxisch gestörten Führer gebunden sind, ist es schwierig zu sagen, woher Hilfe noch kommen soll. Welche dieser ordnungsgemäß zuständigen Instanzen wird endlich den moralischen Schneid aufbringen und die ihnen verfassungsgemäß übertragene Verantwortung wahrnehmen, dieser aus dem Ruder laufenden Horrorshow den Stecker zu ziehen? Ich halte nicht den Atem an. So läuft es nicht bei traumatischer Bindung.

In der Zwischenzeit, während wir alle kollektiv warten auf Godot, könnten wir zumindest aufhören, unsere Lage zu romantisieren und in theatralischem Gejammer die Hände zu ringen. Wir könnten anfangen, die Situation klar und deutlich beim Namen zu nennen: Das ist nicht irgendeine moderne shakespearesche Tragödie, sondern der tragische Fall einer ganzen Nation, die gefangen gehalten wird in einer kollektiven traumatischen Bindung rund um eine toxisch gestörte Person. Die Lähmung, die unsere theoretisch unangreifbaren Regierungs-strukturen übermannt hat, ist keine verrückte moralische Anomalie, sondern der übliche, ja sogar normative psychologische Ausgang solcher Situationen, außergewöhnlich bloß in seinem Maßstab, nicht in seiner grundlegenden Konfiguration. Auch wenn sie sich noch so klinisch anhören mag, liefert eine realistische psychologische Beurteilung dessen, womit wir es hier zu tun haben, zumindest ein paar quantifizierbare Kennzeichen und weist den Weg in Richtung sofortiger wie auch längerfristiger angemessener Heilungsstrategien. Wenn wir gegen unseren bedauernswerten Zustand ernsthaft angehen wollen, sollten wir weniger zu Shakespeare und Sophokles greifen als zu einer aktuellen Ausgabe des DSM.

Die amerikanische Originalversion dieses Artikels sowie Kommentare dazu finden Sie hier… [/]

[1] Gemäß dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), dem »Diagnostischen und statistischen Leitfaden psychischer Störungen«, umfasst das Cluster B antisoziale, Borderline-, histrionische und narzisstische Persönlichkeitsstörungen, bei denen das Verhalten des Betroffenen als dramatisch, sprunghaft und bedrohlich oder störend beschrieben werden kann [Anmerkung der Übersetzer].

Alle Texte © Cynthia Bourgeault 2026
Deutsche Übersetzungen © Helga Jacobsen & Robert Cathomas 2026

Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis der Autorin

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